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Daniel Bleisteiner

Pi-hole...

Ja, was soll ich sagen: Ich habe mir einen Raspberry Pi eingerichtet und darauf Pi-hole installiert. Die Idee dahinter ist schnell erklärt: weniger Werbung und Tracking im Heimnetz – und wenn alles sauber läuft, wirkt das ganze Netzwerk ein bisschen aufgeräumter.

Gestern Abend bin ich dann einen Schritt weiter gegangen und habe Pi-hole als DNS-Server aktiviert. In der Theorie heißt das: Alle Geräte fragen den Pi, wohin sie „im Internet hin müssen", und Pi-hole kann dabei bekannte Werbe- und Tracking-Adressen direkt blocken. In der Praxis hatte ich aber ziemlich schnell das Gefühl, dass das Ganze bei mir nicht besonders stabil lief.

Im Laufe des Abends sind auf dem Apple TV plötzlich RTL+ und auch Netflix offline gegangen – oder sie haben sich zumindest abgemeldet, als wäre irgendwas im Hintergrund schiefgelaufen. Das muss nicht zwingend Pi-hole gewesen sein, aber zeitlich hat es eben genau dazu gepasst, und damit war der Verdacht naheliegend.

Dazu kam noch ein zweites Zeichen, das mich stutzig gemacht hat: Apple-Updates, die am Abend durchliefen, haben ungewöhnlich lange gebraucht. Auch hier gilt: Kann Zufall sein, kann an der Leitung liegen – aber wenn man gerade am DNS herumschraubt und danach wirkt alles zäh, schaut man automatisch zuerst auf die neue Komponente.

Heute, als ich nach Hause kam, war der Raspberry Pi dann erstmal nicht mehr über WLAN zu erreichen. Das ist genau die Art von Problem, die man im Alltag nicht gebrauchen kann: Wenn der DNS-Server weg ist, hängen im Zweifel alle Geräte in der Luft oder reagieren zumindest komisch.

Ich habe den Pi deshalb jetzt erstmal per LAN-Kabel angeschlossen. Damit will ich beobachten, ob er so stabil erreichbar bleibt. Kabel ist nicht immer die eleganteste Lösung, aber oft die zuverlässigste – vor allem, wenn man gerade herausfinden will, ob das Problem am WLAN hängt oder an der Konfiguration.

Wenn das über LAN gut funktioniert, mache ich den Pi vielleicht wieder zum DNS-Server. Im Moment ist das Ganze aber erstmal zurückgesetzt, einfach um wieder Ruhe ins Netzwerk zu bringen. Mein Fazit nach den ersten Stunden: Pi-hole ist spannend, aber der Schritt zum zentralen DNS-Server sollte wirklich stabil laufen – sonst merkt man jede kleine Wackelei sofort dort, wo man es am wenigsten gebrauchen kann.